Wie wichtig Cross-browser Testing ist und wieso selbst manche moderne Webseiten fehlerhaft sind

Ist man viel im Internet unterwegs, kann es durchaus passieren, dass man auf eine Webseite trifft, welche defekt wirkt. Ein Fehler, der so offensichtlich erscheint, müsste doch wirklich jeder Webseiten-Administration auffallen, oder?

Geht man während der Entwicklung eines Webauftritts zu unerfahren oder unaufmerksam vor, kann es dazu kommen, dass die Seite nur im eigenen Browser betrachtet und getestet wurde.

Um diese Art an Problemen zu lösen, gibt es in sogenannte vendor prefixes beziehungsweise Hersteller-Präfixe.

Ein solches Präfix existiert, um es Browser-Herstellern zu ermöglichen, noch nicht offiziell verabschiedete Style-Eigenschaften zu implementieren und für Entwickelnde zur Benutzung freizugeben.
Oft werden für die Browser ganz eigene Wege gewählt, um diese Eigenschaften zu realisieren. Deswegen muss darauf geachtet werden, dass möglichst jeder Browser bedient wird.
Ist man nachlässig, kann dies zu unschönen bis funktionsuntüchtigen Webseiten führen.

Gewünscht ist beispielsweise eine Navigationsleiste, welche am oberen Rand „klebt“ und mit scrollt.


Hersteller-Präfixe werden oft mit alten Browsern in Verbindung gebracht, da die meisten Präfixe keine lange Lebensdauer haben – schließlich ist es die Aufgabe der Hersteller, die Eigenschaften ordnungsgemäß zu implementieren.
Das bedeutet aber nicht, dass man Personen, die ebensolche veraltete Browser verwendet, einfach unbeachtet lassen darf. Viele Menschen wissen nicht, wie man den Browser regelmäßig updatet oder haben gar keine Möglichkeit dazu. Manchmal sind auch schlicht die Browser-Hersteller verantwortlich, weil neue Eigenschaften zu langsam implementiert werden.

Während der Entwicklung einer Webseite ist es wichtig, regelmäßig Cross-browser Testing zu betreiben. Hierbei testet man in möglichst vielen Browsern die eigene Webseite, um so zu erkennen, ob gewisse Style-Eigenschaften eventuell anders oder falsch dargestellt werden. Dieser Vorgang kann je nach Größe des Webauftritts durchaus zeitintensiv sein, ist aber essenziell.

Um dem Auftritt aber nicht zu viel Altlast mitzugeben, sollte man sich bewusst sein, dass es auch negative Folgen mit sich bringen kann, alle Browser unterstützen zu wollen: In manchen Fällen gibt es keine Hersteller-Präfixe und auch keine Umwege, eine CSS-Eigenschaft zu verwenden und man ist gezwungen, zu einem Kompromiss zu kommen. Man unterstützt die Versionen der Browser, die regelmäßig verwendet werden und in den letzten 4 Jahren veröffentlicht wurden.

Es gibt sogar ein Regelwerk, an das man sich halten kann, wenn man die Cross-browser Kompatibilität testet. Hier ein Beispiel einer solchen Regel:

last 4 versions and >1%

Hier werden die jeweils letzten 4 Versionen eines Browsers abgedeckt, die aber mindestens einen Benutzungsanteil von über 1% haben und somit auch eine gewisse Relevanz besitzen.

Die Relevanz eines Browsers beziehungsweise einer bestimmten Browserversion wird durch ihre Nutzung in Prozent dargestellt. Hat ein Internetbrowser einen hohen Nutzungsgrad, so steigt auch dessen Relevanz. Ein weiterverbreiteter und somit auch überaus relevanter Browser, den vielleicht auch Sie nutzen, ist Google Chrome, dessen Marktanteil bei etwa 48% in Deutschland liegt.

In folgendem Diagramm wurden die 10 meistgenutzten Browser in Deutschland abgebildet. Leicht erkennbar ist, dass Chrome und chromium-basierte Browser wie Edge und Opera, eine klare Marktdominanz vorzeigen können, während Firefox und Safari in der Summe gerade mal auf etwa 20% kommen. Der Internet Explorer ist inzwischen nahezu gar nicht mehr vertreten.


Es liegt also auch im Interesse der Auftraggebenden, Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig es ist, die eigene Zielgruppe zu erkennen und diese mit der richtigen Browserkompatibilität zu unterstützen. Ist man beispielsweise in einem Betrieb weiterhin auf den Internet Explorer angewiesen, ergibt es durchaus Sinn, auch diesen Browser zu unterstützen. Wird die eigene Webseite aber verwendet, um hauptsächlich jüngere Menschen anzusprechen, kann man den Browser von Microsoft bedenkenlos ausklammern und so den Entwicklungsaufwand etwas mindern.

Eine bewährte Vorgehensweise ist es daher, regelmäßig die Cross-browser Kompatibilität einer Webseite zu überprüfen. Dabei sollten möglichst viele Nutzende angesprochen und möglichst wenige, gegebenenfalls veraltete Technologien mitgenommen werden – ein Ziel, was auch wir bei ADVA uns gesetzt haben.

Ebenso wichtig ist die Cross-device Kompatibilität, welche Schnittpunkte mit dem Thema von diesem Blogbeitrag hat. Diese wird dann Gegenstand eines zukünftigen Beitrags sein.

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