Von der Suchmaschine zur Antwortmaschine: Das Ende der URLs?

Der Trend auf Google geht hin zu den „Zero-Click-Searches“ also Suchergebnisse, die Google selbst auf der Suchergebnisseite (SERP) präsentiert. Dadurch entfällt der weitere Klick auf eine Website komplett. Bereits 2019 konnten bereits 50% der Suchanfragen ohne einen weiteren Klick, sondern durch „Fraggles“ beantwortet werden.

Läuten Fraggles das Ende der URLs ein?
Fraggles bezeichnet als Wortkomposition der SEO-Expertin Cindy Crum eine Kombination aus „Fragment“ (dt. Fragmente) und „Handle“ (dt. Griff). Einfach gesagt, bezeichnen Fraggles die Fähigkeit einer Suchmaschine, Informationsfragmente so zu lesen und aufzubereiten, dass Sie dem Leser direkt auf der SERP als Antwort präsentiert werden können. 

Das alles passiert noch vor den eigentlichen Suchergebnissen, also auf Platz 0 der Suchergebnissen. Die Vorteile für den Nutzer: Er spart Zeit, da er nicht mehr auf externe Seiten klicken muss, um sich seine Informationen zu suchen. Die Vorteile für Google: Der Nutzer muss die eigene Plattform nicht mehr verlassen und bleibt auf der Seite, anstatt weiter geleitet zu werden.

Das Ergebnis für SEO-Strategen liegt auf der Hand: Google konzentriert sich zukünftig noch stärker auf den Inhalt einer Seite, nicht mehr seiner URL.

Google und die Fraggles
Fraggles beziehen sich auf sogenannte Entitäten. Als Entität wird ein Element bezeichnet, das aus verschiedenen Einzelkomponenten besteht, welche die Entität definieren können. Die Entität „Zitronensorbet“ besteht also aus den Komponenten „Zitronen“, „Zucker“, „Eiweiß“, „Nachtisch“, „Dessert“ und „Wasser“. Aus diesen Elementen kann Google die Entität zusammensetzen und dem Nutzer aufbereiten, in unserem Fall zum Beispiel als fertiges Rezept.

Dabei sind die Fraggles bei Google nicht völlig unbekannt. Sie existieren schon länger und finden in verschiedenen Suchergebnissen Anwendung. 

Featured Snippets

Hervorgehobene Snippets oder Featured Snippets sind von Google hervorgehobene Antworten auf Suchanfragen mit fragendem Inhalt und zeigt die passende Antwort als Ausschnitt eines Textes einer Webseite an, ohne dass der User diese Seite besuchen muss, um seine Antwort zu erhalten.

Knowledge Graph

Der „Knowledge Graph“ beinhaltet kurz die wichtigsten Informationen zu einer Suchanfrage, meist von Prominenten, Künstlerischen Werken oder Orten. Hierfür durchsucht Google mit einem Algorithmus strukturierte Daten, um die wichtigen Informationen zusammenzutragen. Meist werden auch Bilder des Suchbegriffs mit eingeblendet.

Direct Answer

Die Direct Answer ist ähnlich wie die Featured Snippets, allerdings werden hier nur kurz und knapp faktenbasierte Antworten gegeben, etwa wann jemand geboren wurde. Google zieht diese Daten aus eigenen Datenbanken, kommt also ohne externe Websites zur Informationsdarstellung aus.

Darüber hinaus gibt es noch Sprungmarken und Answer Cards. Wichtig sind dem Konzern bei diesen oberen Methoden vor allem Kontext statt Keywords. Google hat in den letzten Jahren enormen Fortschritt in Sachen semantischer Analyse von Webinhalten, auch durch mithilfe der SEO-Strategen, die strukturierte Daten in ihre Webseiten einbauen, um den Crawlern die Struktur von Web-Inhalten besser verständlich zu machen.

Fraggles und ihre Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung

Google bedient sich dieser Fraggles um dem Nutzer die bestmögliche Antwort auf seine Frage zu liefern und das so schnell wie möglich. Das führt zu einer Ausspielung der Antworten direkt in den Suchergebnisseiten, der Klick auf die Website mit der Antwort wird optional.

Fraggles sind eine natürliche Antwort auf den wachsenden Trend der Voice-Search durch Smartphones oder Sprachassistenten wie Alexa und Google Assistant, die bereits gut in der Mitte der Gesellschaft etabliert sind. Schon jetzt wird die Hälfte aller Suchanfragen auf Smartphones getätigt und die Hälfte aller Suchanfragen kann bereits mit Zero-Click-Searches beantwortet werden. 

Eine düstere Zukunftsvision für alle Online Marketers und SEO-Strategen

Die Folge daraus könnte ein Rückgang der organischen Suchergebnisse sein, da User nicht mehr auf weiterführende Web-Inhalte klicken müssten, es sei denn, sie suchen tiefgründigere Informationen. Weblinks könnten so lediglich als „Zusatzwissen“ oder „Leseempfehlungen“ verkommen und als solche geranked werden. 

Dieser Schritt für Google ist klar: Die Nutzer werden länger auf der eigenen Plattform gehalten anstatt weggeführt werden, der Nutzer kann so auch gewinnbringender monetarisiert werden, ein lukratives Geschäft für Google, die weiterhin Webseiten nach Informationen crawlt oder sie durch bezahlte Werbung anzeigt. Das bedeutet, Google nutzt weiterhin die URLs, stellt aber nur noch die Information, nicht mehr den Fundort dar. 

Auf den Smartphone Suchergebnissen wird dieser Wandel bereits sichtbar, die URL ist durch den technologischen Fortschritt der semantischen Analyse nicht länger nötig, Sie ist gar Gift für die eigene Plattform Google, da sie den Nutzer wegführt.

Wie kann man als Website-Betreiber von Fraggles profitieren?

1. Fokus auf mobiles Design: Mit Anbruch des neuen Zeitalters der Antwortmaschine bleiben ausführliche Texte Pflicht, um für Fraggles als Entität zum Thema betrachtet zu werden. Allerdings sind für mobile Ansichten auch klare, kurze Inhaltselemente von wachsender Bedeutung.

2. Strukturierte Daten: Die Microdaten von schema.org werden mit einem drohenden Ende der URLs auf Google immer wichtiger. Mit ihrer Hilfe kann der Crawler die Struktur und den Inhalt ihrer Seite besser verstehen, die Chance als Rich-Snippet dargestellt zu werden steigt. Wer strukturierte Daten wie FAQs, How-To-Anleitungen und ähnliches auf seiner Webseite integriert kann langfristig von erhöhtem organischen Traffic profitieren.

3. Nutzerintention verstehen und berücksichtigen: Wichtig für SEOs, Webmaster und Redakteure wird vor allem das verstehen der Nutzeranfragen: Welche Antwort erwartet der Nutzer auf welche Frage? Welche Elemente erwarten die Nutzer?

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